Marienfelder Osterbrauch von Lohmüller Reinhold - Banater-Marienfelder-Erinnerungen

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Marienfelder Osterbrauch von Lohmüller Reinhold

Feste Bräuche


Ministrantenerinnerungen.
Marienfelder Osterbrauch

Dir Frauen im Dorf hatten ihr eigenen Stress mit allen Vorbereitungen.
Da musste alles stimmen.
Der Speiseplan war auch ganz auf Ostern eingestellt.
von Gründonnerstag bis zum Sonntagsessen nach der Hochamt.
AmDonnestag Mittag gab es Spinat.
Das Fest fing an am Donnerstag mit dem "Flug der Glocken nach Rom"
Die Glocken waren bis  zur Wiederauferstehung  stumm.
Ein noch altdeutsches Brauch.
Gibt es noch bei uns in Franken.

Es war die Zeit der
"Rätschern"
Die Ministranten wurde ja sorgfältig in genau definierte Straßen verteilt.

Jeder Rätscher hatte auch noch seinen Hundertreiber.
Unvergessen die Treffen im Dorfpark bevor es losging.
So mancher Baum wurde mit dem "Tschakan" eingeritzt.

Die Sprüche als Ersatz für die Glocken.
- Wir rätschen den eng'lischen Gruß, dass ein jeder katholische Christ
weiß dass er beten muss
- Ihr Leit ,ihr Leit was will ich euch sagen, dass Glöcklein hat zwölf Uhr geschlagen.
  fallet nieder auf eure Knie, und betet den Engel des Herrn, Ave Maria
- Wir rätsche zum erste, zweite, und zum dritte Mal zum Hochamt.

Samstag Nachmittag.

Ihr Leit, ihr Leit ,ihr liewi Leit,
jetzt kommt die heilich Osterzeit.
Gibt uns Aier,gibt uns Geld.
gibt uns was euch wohlgefällt,
nur ka Schlä, die tun so weh.
Die Aier sind gebacken, mir han sie häre krachen
mir han sie häre klingle, die Jungfrau soll se bringe.
Aier raus Geld ins Haus
Glück und Segen in das Haus

Jetzt gab es
  "Eier, Äpfel, Nüsse, Bonbons und Geld"

Wir danken für die Gaben die wir empfangen haben.
Lebet wohl lebet dar, bis aufs andere Jahr.

Ministrantenerinnerungen.

Die  Kirche war an Ostern sehr schön mit Blumen geschmückt.
Beim Gottesdienst war die Kirche immer voll.
Ich glaube an diesen tagen war sie manchmal zu klein.
 
Es war halt das Fest der Mariafelder.!!

- Ich kann mich nicht erinnern das ein Fest mit so viel Liebe und
  Hingabe gefeiert wurde, wie das Osterfest.

Ab jetzt fing für die Mariafelder doch der schwere arbeitsreiche Alltag an.
Der Weinberg hatte seine eigenen Regeln !!!

 
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